Verlustwinkel
Ein material, das gemischt konduktive und dielektrische Verluste aufweist, charakterisiert man mit dessen Verlustwinkel bzw. dessen Tangens.
Der Verlustwinkel ist ein MaĂ zur GĂŒte von reaktiven Bauelementen (InduktivitĂ€t, KapazitĂ€t). Mit ihm lĂ€sst sich das VerhĂ€ltnis des Reakiven anteils zum Resistiven anteil ausdrĂŒcken.
Dielektrische Materialien
#Elektrodynamik
Verluste in einem dielektrischen Medium können zwei Ursachen haben:
- Intrinsischer Leitwert
: Ein Dielektrikum soll idealerweise nichtleitend sein. Kann sich jedoch ein gewisser Teil der polarisierenden Ladungen frei bewegen, weist das Material eine gewisse LeitfÀhigkeit auf. Dadurch baut sich die FeldstÀrke im Material zu einem Teil ab. - DÀmpfung des Dipolmomentes: In einem Material, das in ein Wechselndes E-Feld eingebracht ist, schwingen die Dipole mit. Die Dipole weisen eine gewisse LadungstrÀgheit auf. Ist diese im VerhÀltnis zur Frequenz des Feldes sehr hoch, eilen die Ladungen dem externen Feld nach. Die Schwingung ist gedÀmpft, wodurch die FeldstÀrke im Material geschwÀcht wird.
Diese beiden ursachen können Makroskopisch nicht unterschieden werden. Da die dielektrische DÀmpfung und der intrinsische Leitwert nicht unterschieden werden kann, definiert man einzig und allein
Der Verlustwinkel ist ein Wert zur beschreibung der GĂŒte. Dieser muss immer zusammen mit einer Frequenz gegeben sein.
Mit dem Verlustwinkel lÀsst sich die permittivitÀt
Herleitung
Aus
- dem Durchflutungssatz (MW1) in Phasorschreibweise,
- der komplexen PermittivitÀt
- und dem Materialgesetz M2 und M3
In den Durchflutungssatz ist nun das
erhÀlt man
Man kann erkennen, dass das die dielektrische DĂ€mpfung bei einer einzigen frequenz nicht mehr unterscheidbar vom Verlust des Leitwertes ist. Wenn ein dielektrisches Medium verlustbehaftet ist, weiĂ man also nicht, ob der verlust von einem intrinsischen Leitwert
Die gekoppelte Betrachtung ist trotzdem sinnvoll, da diese Herangehensweise dann direkt auf die Strom und Spannungsbeziehung ĂŒber komplexe Impedanzen um gemĂŒnzt werden kann. Beachtet man, dass der Verlustwinkel zwischen Zeiger und Abzisse (nicht der Ordinate!) liegt, berechnet sich der Winkel mit
Man wÀhlt nun