Permittivität des Vakuums

^DEF

auch mit der Einheit


Materialgesetz

Materialgesetz

Dielektrika und Polarisation

Medien die elektrisch Polarisierbar sind, heißen Dielektrika

Auch nicht leitfähige Materialien können auf elektrische Felder durch interne Ladungsverschiebungen reagieren – dabei wird keine Nettoladung generiert aber lokal können positive und anderswo gegengleiche negative Ladungsüberschüsse entstehen. Man modelliert diesen Effekt durch so genannte Dipole – das ist im Modell eine positive Ladung die in einem bestimmten Abstand einer gegengleichen negativen Ladung gegenüber steht. Den Effekt nennt man elektrische Polarisation.

Polarisation: Ladungsschwerpunkte des Moleküls, richten sich nach dem elektrischen Feld aus

Dielektrika, die man in ein elektrisches Feld einbringt Polarisieren sich, wodurch das E-Feld abgeschwächt wird, obwohl sie nicht Leitfähigkeit sind.

invert_dark

Die Materialeigenschaft, wie ein Dielektrikum mit einem Elektrischen Feld wechselwirkt, wird als Permittivität (Dielektrizitätszahl) bezeichnet.

Je nach dem ob das elektrische Feld dynamisch (schnell veränderlich) oder statisch (hinreichend langsam) ist, können Vereinfachungen getroffen werden.

Elektrostatik

Die Permittivität ist in der Regel indirekt Proportional zur elektrischen Feldstärke. Je nachdem wie stark ein Dielektrikum Polarisierbar ist, wird das Feld dementsprechend abgeschwächt.

S) Permittivität im statischen Fall ^STAT-PERM

Elektrodynamik

#Elektrodynamik

In Wechselfeldern müssen die dynamischen Eigenschaften des Materials berücksichtigt werden.

Unterstrichene Symbole deuten darauf hin, dass diese als Phasor notiert sind.

Polarisation von Atomen oder Molekülen erzeugen elektrische Dipolmomente, welche die elektrische Flussdichte verstärken.

Hinzu kommt der polarisations Vektor wobei

Mit der elektrischen suszeptibilität erhält man

Wenn das Material in ein gebiet verschoben wird in dem ein externes E-Feld wirk, richten sich die inhärenten Dipole des Materials nach dem Feld aus.

invert_dark|500

Diese Dipole können Ionen, Atome etc. sein. Je höher die Änderungsrate des Feldes, desto kleiner werden die betroffenen teilchen. Einsetzten liefert

wobei

S) komplexe Permittivität ^CPLX-PERM

die komplexe permittivität des Mediums ist. Der Imaginärteil von beschreibt Verluste im Medium (wärme), die durch die dämpfung der schwingenden Dipolmomente (vergleiche mit Federschwinger) und möglicher Leitfähigkeit im eigentlich isolierenden Material verursacht werden.

Begründung zur komplexwertigkeit der Permittivität

Bei höher werdenen Frequenzen kommt die Schwingung der Dipole nicht mehr dem Feld hinterher, wodurch eine Phasenverschiebung zwischen Schwingung der Dipole und dem Feld auftritt. Das Dipolmoment ist verzögert zur Schwingung des externen feldes, weswegen der Imaginärteil negativ ist.

Isotropie

Für isotrope dielektrika gilt, dass deren Permittivität ein skalarer Wert ist. Ist ein Material anisotrop - bedeutet, dass sich die Permittivität richtungsabhängig im Material ändert - wird die Permittivität durch einen Tensor vom Rang 2 (Dyade) beschrieben.

invert_dark|400 %%🖋 Edit in Excalidraw%%

Hier im kartesischen Koordinatensystem: