Momentanphase und Momentanfrequenz
Im allgemeinen Lassen sich wechsel Signale als rotierende Zeiger in der Komplexen ebene Darstellen. Pausiert man die Rotation zu einem Beliebigen Zeitpunkt, so weist ein Zeiger, einen Winkel (=Momentanphase) und eine Geschwindigkeit (=Momentanfrequenz), mit der er weiter rotieren würde auf.
Anstelle einer Amplitudenmodulation kann die Information auch direkt in das Argument des Kosinusförmigen Trägers eingeprägt werden. Es gilt im allgemeinen das Argument
Die Momentanphase eines reinen Kosinus-Ton mit konstanter Frequenz ist eine lineare Funktion:
Darstellung der Information als komplexes Zeitsignal und Rotierenden Zeigern
Bei der Amplitudenmodulation stellt sich heraus, dass durch die modulation eines reellen (Amplitude einwertig, also reell) Nutzsignals immer ein Symmetrisches Spektrum entsteht.
Zu jedem Zeitpunkt / Moment lässt sich feststellen welche Phase und welche Phasenänderung (=Frequenz) der Zeiger Aufweist.
Man zerlegt den Kosinus in seine komplexen komponenten und man betrachtet den rotierenden Zeiger
Man kann sich vorstellen, den Zeiger einerseits durch änderung der Momentanphase zu verschieben oder andererseits mit der Momentanfrequenz den zeiger zu beschleunigen.
Beispiel
Als Beispiel: Lineare Frequenzrampe mit der Momentanfrequenz
Zu beachten ist, dass immer die Momentanphase
Falsche Herangehensweise
Ein solches Signal kann nicht beschrieben werden, wenn man nur die momentanfrequenz in das Argument einsetzt.
Die Momentanfrequenz wäre dann
Was offensichtlich nicht mit dem oben definierten Term für
- Momentanfrequenz integrieren um die Phase zu erhalten
- Momentanphase in das Argument der trigonometrischen Funktione (hier
) einsetzen